biografie
biografie

1942
Harke de Roos wurde am 24. Dezember 1942 in Hellevoetsluis geboren.
Die Eltern: S.P. de Roos, Pfarrer, und W.H. de Roos Verkerk, Dichterin.

Nach den Gymnasiumjahren in Goes und Rotterdam Studium Soloklavier bei Karel Hilsum und Konzertdirigieren bei Anton Kersjes an der Musikhochschule “het muzieklyceum” in Amsterdam.







1968 bis 1971
Von 1968 bis 1971 arbeitete Harke de Roos als Solorepetitor am Opernstudio der Niederländischen Opernstiftung Amsterdam und als Leiter vom Chor und Orchester der Gemeinde-Universität Amsterdam. 

1970
Sommerkurs für Dirigenten in Salzburg mit Milan Horvath und  Herbert von Karajan

1972
Dirigierkurs Radio-Hilversum mit Franco Ferrara



















1973
Meisterkurs mit Hans Swarowsky (Ossiach) Schwerpunkt Wiener Klassik - Temporelationen – Metronomzahlen Beethovens

1973 2. Meisterkurs mit Swarowsky (Mozart-Opern)

1971 bis 1973 Stellvertretender Chordirektor an der Oper in Graz

1973 bis 1977 Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung an der Oper in Köln

1977 bis 1982 Solorepetitor an der Deutschen Oper Berlin

1982 bis 1985 Kapellmeister am Detmolder Landestheater

11. Mai 1983
Dirigent der 1. Aufführung auf dem West-Europäischen Kontinent von Hanns Eislers „Deutsche Sinfonie“ mit dem Radio-Symphonie-Orchester-Berlin, Hanns-Eislerchor und die Solisten Kaja Boris (Alt), Urs Markus (Bariton) und Wolf Appel (Tenor)

1985 bis 1986
Forschung nach den klassischen Temporelationen am Musikwissenschaftlichen Institut Detmold – Entdeckung der metronomischen Verschlüsselung von Ludwig van Beethoven und der verlorenen Harmonie der klassischen Tempi

1986 bis 1992
Freiberuflicher Dirigent, Pianist, Forscher und Publizist in West-Berlin und Amsterdam (u.a. Assistent von Chailly bei der szenischen Produktion von Prokofieffs “l’ange de feu” mit dem  Concertgebouw-Orchester. Repetitor bei Klaus  Hubers Parsifal-Inszenierung an der  Niederländischen Oper)

1988
„Speedy Beethoven“ – 2-stündiges Feature im Radio RIAS- Berlin mit Norbert Ely

1991
Erscheinung von Beetgenomen door Beethoven (“Hereingelegt von Beethoven“) in Amsterdam

1992 bis 1995
Generalmusikdirektor am Landestheater Eisenach Testphase für die klassischen Temporelationen. Eugen d‘Albert - Projekt (“Revolutionshochzeit”)

1995
Alleinerzieher mehrerer Kinder Eroberung der deutschen Sprache als literarisches Ausdrucksmittel - Dabei ist Dr. Hellmut Freund (Lektor im Fischer-Verlag Frankfurt) behilflich. Forschung nach Grabstätte Mozarts

2005
Mozart und seine Kaiser erscheint bei "Ries&Erler" Berlin

2011
Franfurter Buchmesse: Präsentation von "Das Wunder Mozart in der Aufklärung" und "Der andere Beethoven - Das Rätselmetronom oder die dunklen Tränen" (Katharos Verlag)

2013
CD-Präsentation in Wien der Zweiten Symphonie Beethovens mit den Wiener Symphonikern unter Leitung von Harke de Roos (Gramola Vienna)

2014
Aufführung der 7. Symphonie und des Konzerts für Violine von L. van Beethoven beim Carinthischen Sommer mit der Wiener Kammerphilharmonie und der Violinistin Fanny Clamagirand. (Carinthischer Sommer 2014)
In der Musikpraxis gilt der Beruf des Solo- oder Korrepetitors als erprobter Weg zum Dirigentenberuf. Sein Aufgabenbereich ist an musikalischer Vielseitigkeit kaum zu überbieten. Er umfasst die Mithilfe bei der Einstudierung von Opernpartien und der szenischen Vorbereitung der Regie bis zur Mitwirkung im Opernorchester und Leitung von Repertoirevorstellungen. Dabei gibt es keine Spezialisierungen auf
Stilperioden, Gattungen oder Sprachen. Der Repetitor taucht ein in die Italienische Oper, ins Wagnerfach, in die Perioden des Barocks bis zur Moderne, er lernt atmen mit den Sängern und das richtige Umgehen mit Orchestermusikern. Sowohl die Kölner Oper als die Deutsche Oper Berlin standen zum Zeitpunkt des Engagements auf dem Höhepunkt des Ensemble- und Repertoiretheaters mit 7-tägiger Spielpflicht pro Woche und 65 Opern aufführungsbereit im Repertoire.

Swarowsky (1899 – 1975)

Legendärer Pädagoge, dessen Name unauslöschlich mit Wien verbunden ist.
Er war Schüler von Arnold Schönberg und Anton von Webern und hat viele Komponisten wie Richard Strauss und Igor Strawinsky persönlich gekannt. Dirigenten wie Maazel, Mehta, Muti, Abbado und Janssons waren seine Schüler.
Swarowsky war ein unermüdlicher Verfechter der Werktreue und bekämpfte jeden Schlendrian der Aufführungstradition. Er propagierte kategorisch, allen Anweisungen des „Genies“ (allen voran Beethoven) blind zu gehorchen.
Eine gewisse Tragik besteht darin, dass Beethoven gerade gegen  blinde Gehorsamkeit ein wirksames Schutzprogramm in seine kodierten Tempovorschriften  eingebaut hat.