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Der Standard 16.07.2014
Interview von Stefan Ender..mehr

Pizzicato.lu 24.02.2014
Kritik von Remy Franck über "Der andere Beethoven"..mehr

Klassik.com 23.08.2013
Kritik von Marion Beyer..mehr

Pizzicato.lu 28.06.2013
CD-Rezension von Remy Franck ..mehr

"Die Presse"  Wilhelm Sinkovicz (Wien)
Der holländische Musiker Harke de Roos durchforstete die Wiener Musikgeschichte und entdeckte außergewöhnlich Anregendes über Mozart, Beethoven und Kaiser Joseph...

An den musikalischen Verstand der Interpreten zu appellieren, das ist eine der vornehmsten Aufgaben eines Musikschriftstellers.

Fuldaer Zeitung 26.11.2011
Neues von zwei Genies...mehr

Süddeutsche Zeitung
03.10.2010
Klingt Beethoven in Wirklichkeit völlig anders...mehr

hr Online
30.09.2010
Ein neuer Takt für Beethoven...mehr

Focus Online 24.07.2010
Dirigent de Roos ist Beethovens Tempi auf der Spur...mehr




Kritiken aus der Eisenacher Zeit auf Aufführungen, in denen mit den neuen Erkenntnissen über die Wiener Klassik experimentiert wurde:

Mozart, Serenade K.V. 203

Mittel-Allgemeine Zeitung 10.09.92
„Mozart ist zurückgekehrt“:
Eine kleine Sensation in Mozarts „Serenade“, einem Stück Gelegenheitsmusik, bei dem man „Zweite Wahl“oder „schematischen Aufbau“ assoziiert:
Verschmähte Begleit-Achtel mauserten sich zum Star. Harke de Roos ist es gelungen - völlig im Sinne Mozarts - diesem Uhr-Tickern knisternden Reiz einzuhauchen. Darüber konnten sich hingeworfenen Melodiespritzer exzellent entfalten.
Martin Lehrer

Thüringer Landeszeitung 11.09.92
„In schwelgerischer Hingabe“:
Sehr viel erfreulicher Mozarts Serenade KV 203 D-Dur: Hier zeigte de Roos plötzlich Temperament, riss Kontraste zwischen klang- und ausdrucksvoller Süße einerseits und dissonanter Härte andererseits auf. Dynamisch differenziert, von der eher nüchtern spielerischen Solovioline und der eindrucksvoll artikulierenden, cantabelen Oboe veredelt, war hier eine ganz andere Landeskapelle zu erleben - vom Dirigenten zudem in den langsamen Sätzen mit einer stimmigen österreichischen Gemütlichkeit angesteckt.
Frank-Dieter Müller

Mozart, Serenade K.V. 525

S.P.Best, summer 1994
Standing Room Only audiences greeted the London City Chamber Orchestra and Dutch guest conductor Harke de Roos in the final weekend of concerts. With a beautifully constructed programme evenly divided between Mozart and Haydn the Orchestra was heard in an idiosyncratic performance of Eine kleine Nachtmusik. Elsewhere conductor de Roos showed superior musicianship and musikal thoughtfulness, which brought out the best qualities of the LCCO.

Mozart, Sinfonie K.V. 504

MA 11.03.93
Den "Knüller" hatte man bis zum Schluss aufgespart: Mozarts 1786 geschriebene "Prager" Sinfonie D-Dur. Wieder einmal bewies sich Harke de Roos als Meister der Mikroarchitektur, der aus harmlosen Achtelketten raffinierte Täuschungsmanöver herauskitzelt. ... Spontaner Beifall belohnte die Musiker für diese Klassiker-Extase.
Martin Lehrer

  "Glanzvolle Mozart-Sinfonie im "Bach Wochen" -Konzert"
Mozarts "Prager" Sinfonie stand am Ende des Konzerts. Die Ausdrucksfülle des Werkes, der Schönklang in Verbindung mit sich andeutender Schwermut und eine makellose Leistung des Orchesters ließen die Mozart-Interpretation zum Höhepunkt des Abends werden.

"Orpheus" 12/93
Zündende Innovation aus dem Orchester belebte alles musikalische Bühnengeschehen. Harke de Roos dirigierte mit suggestiver Kraft, ihm schien jeder Musiker in straffer Überzeugung zu folgen. Diese vollkommene Einheit des Musizierens sensibilisierte das Gesangsensemble zu nuancenreicher Gestaltung.
Bianca Horn

Haydn, Sinfonie Nr. 103

Eisenacher Presse 03.12.92
"Klassische Schönheit, scherzende Freude und Feststimmung beim 4. 
Sinfoniekonzert"
Den vollendeten Eindruck, den die Aufführung hinterließ, den ausgeprägten Wechsel zwischen wienerisch leichten Streicherpassagen und den ausdrucksvollen Variationen in Andante und Menuett, den Harke de Roos durch expressive Stabführung unterstrich, brachte die Landeskapelle als ein engagierter, beseelter und präzise arbeitender Klangkörper zustande. Mit diesem Meisterwerk des klassischen Stils bei Haydn zeigte sich das Orchester von einer seiner allerbesten Seiten.

MA 03.12.92
Ungestüm, vital, spielbesessen präsentierte sich die Landeskapelle im 4. Sinfoniekonzert. Die Anwesenheit ihres neuen Chefs Harke de Roos wirkt sich - wie schon mehrfach hörbar- elektrisierend auf das Ensemble aus.
Den größten Eindruck hinterließen die Musiker gleich mit dem ersten Stück, Haydns Sinfonie Nr. 103 Es-Dur. Der zur Zeit der Komposition 61-jährige Komponist irritiert die Zuhörer mit einer Basskantilene, die scheinbar ins Nichts führt, bis sich ihr der passende Streicherakkord in den Weg stellt. Danach gewinnt das Werk allerdings einen straffen, fast stampfenden Grundschritt.
Diesen realisierte die Landeskapelle mit bewundernswürdiger Konsequenz, auch wenn manche Passagen im Menuett dadurch als aufdringlich empfunden wurden. Harke de Roos bewies sich im knisternden Vivace wieder einmal als Meister der kleinen Motive: den tickenden Achtelketten der Geigen verhalf er zu unerhörter Prägnanz.
Martin Lehrer

Die Welt 09.01.93
Johann Christian Bach: Amadis
Harke de Roos am Pult verwandelt das vor neun Jahren in Hamburg aus 200-jährigem Schlaf erweckte Stück in ein Feuerwerk von Emotionen.
Elmar Krekele

Frankfurter Rundschau 25.01.93
Mit dem kleinstbesetzten Orchester schafft Harke de Roos hochexpressive, transparente und vehement lebhafte Klanglichkeit. Die dritte "Amadis"-Aufführung hatte ihr verdientes aufmerksames und animiertes Publikum.
Vera Lumpe,

TA 16.01.93
Beethoven, Coriolan-Ouvertüre
Dann zieht mich der Geist der Musik in seinen Bann. So auch bei Beethovens Coriolan-Ouvertüre. Besonders blühte es (mein Herz) auf mannigfachen Entfaltungen des Seitenthemas. Noch nie habe ich 
Violinen und Holzbläser der Landeskapelle so beseelt und beseligend  
spielen hören wie hier.
Ob das Dramatische in Beethovens Partitur bis aufs letzte ausgereizt gewesen, auch das Ganze ein wenig zu zähflüssig und an entsprechenden Stellen nicht martialisch genug geraten sei, ist eine andere Frage. 
Sie ist mir gleichgültig, wehre ich mich doch ständig gegen Beethovens Stringenz und bin glücklich, wenn ich dafür geringeren Widerstand aufbringen muss.
Werner Danneberg

MA 15.01.93
Harke de Roos arbeitete präzise die Gegenüberstellung der zwei gegensätzlichen Themen heraus - kraftvoll zupackend das erste und lyrisch ergreifend das zweite. Der wunderbare Streicherklang und die genauen Bläsereinwürfe unterstützen dies überzeugend. Beeindruckend der Schluss mit den verklingenden Akkorden - den Tod Coriolans ausdrückend.

Beethoven, Sinfonie Nr. 7

MA 15.07.93
Auf das folgende "Beethoven-Marathon" in Form der 7.Sinfonie A-Dur Op. 92 musste man gefasst sein. Schließlich hat Harke de Roos vergangenes Jahr als erklärter "Tempi-Rebell" den Stab übernommen. So erhielt man einen ungetrübten Blick in das "Innenleben" des Werks: 
die sich über Minuten aufschaukelnde Motivvariationen, die verträumte Zwiesprache zwischen Streicher- und Bläsertupfern.
Wie von seinen anderen Klassikaufführungen bekannt, hatte de Roos diese Bausteine bis ins kleinste ausgefeilt.
Martin Lehrer

Beethoven, Sinfonie Nr. 6

MA 24.06.95
"Unverbraucht": Den Schlusspunkt setzte die Landeskapelle mit Beethovens "Pastorale". Für Harke de Roos, den Dirigenten des Abends, war das wieder einmal Gelegenheit zu zeigen, dass der bekannte Beethoven nicht der allein selig machende sein muss. De Roos' 
bedächtiges Tempo, besonders spürbar im dritten und vierten Satz, ließ so manche im traditionellen Musizierstil Floskel - etwa im Ländler in der Schenken - neu und unverbraucht erscheinen.
"Hörgewohnheiten": Was von alten Hörgewohnheiten geprägten Zuhörern kaum noch möglich schien: die vielen Dreiklangswendungen des Finales strahlten in edlem Glanz und schienen keineswegs abgenutzt oder gar verbraucht.
Dieter Albrecht

Beethoven, Sinfonie Nr. 8

MA 02.09.95
Nach der Pause nahm die unter Harke de Roos begonnene Reihe der Interpretation von Beethoven-Sinfonien einen weiteren Meilenstein.
Harke de Roos bereichert seinen interpretatorischen Gedanken um einen
poetischen: ein Gedicht Schillers über "Die Götter Griechenlands". 
Nehmen wir dies als Grund für die relativ ruhig gewählten Tempi der beiden letzten Sätze. Besonders auffallend dabei der mit "Tempo di menuetto" überschriebene dritte Satz, der hier zu einem langsamen Walzer mutierte. Ansonsten zeigte sich das Werk als saubere, hörenswerte Gesamtleistung mit schönen Momenten wie den huschenden Violinen und interessant gestalteten Schlussakkorden im ersten Satz oder den sanft repetierenden Holzbläsern und charmant zurückgehaltenen Einsätzen im zweiten.
Christine Sturm-Kuhnert

TA 02.09.95
"Beethovens Achte überzeugend":
Mit Spannung erwartet: eine weitere Folge der Serie "Beethoven und seine metronomische Verrätselung". Autor Harke de Roos, seines Zeichens Generalmusikdirektor, ließ diesmal die Geschwindigkeit der Symphonie Nr. 8, F-Dur, Op. 93, erheblich drosseln. Nie erwies sich seine These so schlüssig wie gerade hier. Und das ausgerechnet in einer Symphonie, in deren zweiten Satz der Meister seinen als kleinen Lobgesang komponierten Kanon für Johann Nepomuk Mälzel eingebaut hat. 
Für jenen Mechaniker also, der den Vorläufer des Metronoms entwickelte, was wiederum Beethoven ja nicht so sehr behagt haben soll. Bizarr, bizarr, das Ganze.
Woran es nun liegt, dass die Achte so überzeugte in ihrer heutzutage ungewöhnlichen Interpretation? Wer Weiß? Es ist ja immer ein Unterschied, welche Idee man zu einem Werk hat und wie die Umsetzung derselben gelingt. Vielleicht gelang sie in diesem Fall besonders gut. Das Zurechtrücken der ver-rückten Tempi wird sich über kurz oder lang durchsetzen, wenn auch kaum ausschließlich. Dass das der Interpretation der Beethoven-Symphonien nur gut tun kann, wurde am Donnerstag bewiesen.
Michael Helbing

Schubert, Sinfonie Nr. 6

MA 10.09.92
"Ein Schubert voller Tricks":
In Schuberts 6. Sinfonie ließ Harke de Roos seine Taschenspielerqualitäten aufblitzen. Da schossen die unvermuteten Akzente nur so durch den Saal.
Martin Lehrer

Klug gestaffelt war die Programmauswahl. Nach einem fast zweistündigen Konzert wusste de Roos dem Kehraus mit Schuberts 6.  Sinfonie einen gehörigen Pfiff abzugewinnen. Der "junge" Chef konnte zurecht mit seinem Orchester zufrieden sein.

MA 09.07.94
Schubert, "Unvollendete"
Und dann die Krönung: Schuberts "Unvollendete" in h-moll. GMD Harke de Roos lieferte mit seinem Orchester eine rundum überzeugende Leistung ab. Sensibel zeichnete er die kleinsten musikalischen Vibrationen nach, thematische Abbrüche und emotionale Ausbrüche waren voller Leidenschaft, ohne ins Theatralische abzugleiten. Himmel und Abgrund - hier wurden sie Ereignis.
Dieter Albrecht,